Morosche Möhrensuppe
kleine Suppe - große Wirkung
Manchmal braucht es gar nicht viel, um unseren Hunden etwas Gutes zu tun.
Ein paar Karotten, Wasser, etwas Geduld – und daraus entsteht ein altbewährtes Hausmittel, das bei unkompliziertem Durchfall unterstützend helfen kann: die Morosche Karottensuppe.
Doch was macht diese einfache Suppe eigentlich so besonders?
und 🥕 warum ist sie so wertvoll?
Das Geheimnis liegt nicht nur in den Karotten, sondern vor allem in der langen Kochzeit.
Durch das ausgiebige Kochen entstehen aus den Karotten sogenannte Oligosaccharide. Diese speziellen Zuckerverbindungen können dazu beitragen, dass sich bestimmte krankmachende Bakterien schlechter an der Darmwand festsetzen.
So kann die Suppe den Darm bei der Erholung unterstützen.
Sie ist leicht verdaulich, liefert Flüssigkeit und kann eine wohltuende Ergänzung sein, wenn der Hund vorübergehend mit Verdauungsproblemen zu kämpfen ha
🥕 Warum mindestens 90 Minuten kochen?
Hier ist Geduld tatsächlich eine wichtige Zutat!
Erst durch das lange Kochen werden die Karotten ausreichend aufgeschlossen. Deshalb ist die Morosche Karottensuppe auch nicht mit einer gewöhnlichen Karottensuppe vergleichbar.
🥕 Ein kleiner Vorrat für alle Fälle
Das Schöne daran: Du kannst die Suppe wunderbar auf Vorrat kochen!
Einfach eine größere Menge zubereiten, abkühlen lassen und portionsweise einfrieren – beispielsweise in kleinen gefriergeeigneten Behältern oder Silikonformen.
So hast du bei Bedarf schnell eine Portion griffbereit, ohne erst lange am Herd stehen zu müssen.
Im Gefrierfach hält sie sich bei durchgehend −18 °C ungefähr zwei bis drei Monate in guter Qualität.
🥕 Das einfache Rezept
Du brauchst:
- 500 g Karotten
- 1 Liter Wasser
- Wasser zum Auffüllen
So geht's:
1. Karotten waschen, schälen und klein schneiden.
2. Mit einem Liter Wasser aufkochen und anschließend mindestens 90 Minuten sanft köcheln lassen.
3. Die weich gekochten Karotten zusammen mit dem Kochwasser fein pürieren.
4. Mit abgekochtem Wasser wieder auf ungefähr einen Liter Gesamtmenge auffüllen.
5. Abkühlen lassen und in kleinen Portionen anbieten.
Bitte keine Zwiebeln, keinen Knoblauch und keine Gewürze hinzufügen.
Und noch etwas Wichtiges ...
So hilfreich die Morosche Karottensuppe sein kann: Sie ersetzt keine tierärztliche Behandlung.
Bei starkem oder anhaltendem Durchfall, Blut im Kot, Erbrechen, deutlicher Schlappheit oder bei Welpen und gesundheitlich vorbelasteten Hunden sollte frühzeitig tierärztlicher Rat eingeholt werden.
Mein Tipp für dich:
Koch beim nächsten Mal einfach ein bisschen mehr und friere einige Portionen ein.
Denn manchmal ist es beruhigend zu wissen, dass man für kleinere Verdauungsprobleme schon etwas vorbereitet hat.
Mit wenig Aufwand, ganz viel Fürsorge und einer Extraportion Liebe.
Hundeschule Anja Graap
You'll never walk alone. 🐾

Brut- und Setzzeit
Rücksicht beginnt dort, wo niemand hinsieht
„Mein Hund hört aufs Wort. Der würde niemals einem Reh hinterherlaufen.“
Ein Satz, den man immer wieder hört. Und vielleicht stimmt er sogar. Vielleicht ist dein Hund hervorragend erzogen, zuverlässig abrufbar und hat bisher noch nie Interesse an Wildtieren gezeigt.
Doch in der Brut- und Setzzeit geht es um weit mehr als darum, ob dein Hund einem Reh hinterherjagt.
Wenn die Natur zwischen Ende Februar und Mitte/Ende Juli zur Kinderstube wird:
Während wir mit unseren Hunden die ersten warmen Tage genießen, beginnt für viele Wildtiere eine besonders sensible Zeit.
Rehkitze liegen gut versteckt im hohen Gras. Bodenbrütende Vögel sitzen auf ihren Nestern. Junge Hasen warten nahezu regungslos auf die Rückkehr ihrer Mutter.
Sie alle sind darauf angewiesen, möglichst wenig gestört zu werden.
Und genau hier beginnt unsere Verantwortung als Hundehalter.
„Aber mein Hund jagt doch gar nicht!“
Ein Hund muss kein Wildtier verfolgen, um es zu beunruhigen.
Manchmal reicht es schon, wenn er neugierig vom Weg abweicht, eine interessante Spur verfolgt oder seine Nase in ein Versteck steckt.
Was für unseren Hund ein kurzer, harmloser Erkundungsausflug ist, kann für ein Wildtier erheblichen Stress bedeuten.
Elterntiere können aufgeschreckt werden. Brutplätze werden gestört. Jungtiere können in ihrer Ruhephase beeinträchtigt werden.
Und das alles kann passieren, ohne dass wir überhaupt bemerken, dass dort ein Tier war.
Eine Leine ist kein Zeichen mangelnder Erziehung
Sie ist in dieser Zeit ein Zeichen von Rücksichtnahme.
Auch der besterzogene Hund bleibt ein Lebewesen mit eigenen Instinkten, Sinnen und Reaktionen.
Eine plötzliche Bewegung im Gebüsch, ein unerwartet flüchtendes Tier oder eine besonders spannende Fährte – niemand kann jede Situation mit absoluter Sicherheit vorhersehen.
Doch selbst wenn dein Hund jederzeit zuverlässig bei dir bleibt, können wir nicht wissen, wo sich wenige Meter neben dem Weg ein Nest oder ein Jungtier befindet.
Deshalb geht es nicht nur darum, ob dein Hund hört.
Es geht auch darum, anderen Lebewesen den Raum und die Ruhe zu lassen, die sie gerade brauchen.
Verantwortung endet nicht am anderen Ende der Leine.
Wir wünschen uns, dass unsere Hunde in der Natur willkommen sind. Dass wir gemeinsam Wälder, Wiesen und Felder genießen dürfen.
Dann sollten wir auch bereit sein, die Bedürfnisse der Tiere zu respektieren, für die diese Natur nicht nur ein Ausflugsziel, sondern ihr Zuhause ist.
Bleib deshalb mit deinem Hund auf den Wegen, halte ihn in sensiblen Bereichen an der Leine und beachte die örtlichen Vorschriften.
Denn ein schöner Spaziergang muss nicht bedeuten, dass dein Hund überall frei laufen darf.
Manchmal zeigt sich die größte Freiheit darin, dass wir anderen ihren geschützten Raum lassen.
Und manchmal ist die Leine eben nicht nur eine Verbindung zwischen Mensch und Hund, sondern auch ein Zeichen von Respekt gegenüber dem Leben um uns herum.
Hundeschule Anja Graap
You’ll never walk alone. 🐾

Grannen
klein, unscheinbar und nicht ungefährlich für unsere Hunde
Manchmal sind es die kleinsten Dinge, die große Probleme verursachen können.
Ein Spaziergang durch blühende Wiesen, ein neugieriger Hund, der seine Nase ins hohe Gras steckt, oder ein ausgelassenes Toben am Wegesrand – für unsere Vierbeiner gehört all das zu einem schönen Hundealltag.
Doch zwischen den Gräsern versteckt sich eine Gefahr, die leicht übersehen wird: Grannen.
Was sind Grannen eigentlich?
Grannen sind kleine, oft spitze Pflanzenteile bestimmter Gräser und Getreidearten. Besonders im Sommer, wenn die Gräser trocken werden, können sie sich leicht lösen und im Fell unserer Hunde hängen bleiben.
Das Problem sind ihre feinen Widerhaken. Sie sorgen dafür, dass sich Grannen regelrecht festsetzen und durch Bewegungen immer weiter ins Gewebe vordringen können.
Warum können Grannen gefährlich werden?
Unsere Hunde entdecken die Welt mit ihrer Nase, ihren Pfoten und manchmal mit dem ganzen Körper. Dabei können Grannen an Stellen gelangen, an denen wir sie zunächst gar nicht vermuten.
Besonders häufig betroffen sind:
Besonders häufig betroffen sind:
- Pfoten: Vor allem die Zwischenräume der Zehen.
- Ohren: Grannen können in den Gehörgang gelangen.
- Nase: Beim intensiven Schnüffeln können sie eingeatmet werden.
- Augen: Hier können sie schmerzhafte Reizungen verursachen.
- Haut und Fell: Sie können sich festsetzen und unter die Haut wandern.
Das Tückische daran: Nicht immer ist eine Granne von außen sichtbar.
Wenn dein Hund plötzlich anders reagiert
Manchmal sind es nur kleine Veränderungen, die uns zeigen, dass etwas nicht stimmt.
Dein Hund schüttelt plötzlich auffällig häufig den Kopf? Er leckt immer wieder an derselben Pfote, humpelt oder niest nach einem Spaziergang ungewöhnlich stark
Dann lohnt es sich, genauer hinzusehen.
Denn hinter diesen Verhaltensweisen könnte eine Granne stecken.
Besteht der Verdacht, dass eine Granne bereits in die Haut eingedrungen ist oder sich in Ohr, Nase oder Auge befindet, sollte sie tierärztlich untersucht und entfernt werden. Bitte versuche nicht, tief sitzende Grannen selbst herauszuziehen.
Ein kleiner Check nach dem Spaziergang kann viel bewirken.
Es braucht oft nur wenige Minuten, um deinen Hund nach einem Spaziergang aufmerksam zu kontrollieren.
Schau besonders zwischen die Zehen, an die Ohren, unter die Achseln und in das längere Fell. Entferne lose Grannen vorsichtig, solange sie noch oberflächlich im Fell sitzen.
Und vor allem: Beobachte deinen Hund. Denn niemand kennt seine kleinen Eigenheiten und sein normales Verhalten so gut wie du.
Achtsamkeit beginnt bei den kleinen Dingen.
Wir können unsere Hunde nicht vor allem bewahren. Und wir müssen ihnen auch nicht jede Begegnung mit der Natur nehmen.
Aber wir können aufmerksam sein, Veränderungen ernst nehmen und mögliche Gefahren rechtzeitig erkennen.
Denn Verantwortung bedeutet nicht, jede Gefahr auszuschließen – sondern für unseren Hund da zu sein, wenn er uns braucht.
Hundeschule Anja Graap
You’ll never walk alone. 🐾

Eichenprozessionsspinner
eine unterschätzte Gefahr für Hunde
Kleine Härchen, große Wirkung.
Ein Spaziergang durch die Natur tut gut – doch gerade unter Eichen ist in der warmen Jahreszeit besondere Vorsicht geboten. Der Eichenprozessionsspinner ist eine Raupe, deren feine Brennhaare für Mensch und Hund gesundheitliche Probleme verursachen können.
Diese Härchen enthalten ein reizendes Eiweiß, das unter anderem starken Juckreiz, Hautreaktionen, Augenreizungen und Atemwegsbeschwerden auslösen kann. Auch für unsere Hunde ist der Kontakt nicht ungefährlich.
Warum du besonders aufmerksam sein solltest:
Hunde erkunden ihre Umwelt mit der Nase und schnüffeln gerne am Wegesrand, im Gras oder an Baumstämmen. Dabei können sie mit den Brennhaaren in Kontakt kommen. Besonders problematisch wird es, wenn die Härchen an die Schnauze, in die Augen oder ins Maul gelangen. Es kann zu schmerzhaften Reizungen und Schwellungen kommen.
Das Tückische: Du musst dafür nicht einmal eine Raupe sehen. Die feinen Härchen können durch den Wind verbreitet werden. Auch zurückgebliebene Gespinste und alte Nester können weiterhin gefährlich sein.
So schützt du deinen Hund:
- Meide Bereiche, in denen ein Befall bekannt ist oder vermutet wird.
- Lass deinen Hund nicht an Raupenansammlungen oder Gespinsten schnüffeln.
- Berühre weder Raupen noch Nester und versuche nicht, diese selbst zu entfernen.
- Hole bei einem vermuteten Kontakt tierärztlichen Rat ein. Bei Schwellungen im Maul oder Atemproblemen ist sofortige tierärztliche Hilfe erforderlich.
Mit offenen Augen durch die Natur:
Wir können nicht jede Gefahr vermeiden. Aber wir können lernen, mögliche Risiken frühzeitig zu erkennen und unsere Hunde davor zu schützen.
Ein aufmerksamer Blick auf die Umgebung gehört deshalb genauso zu einem verantwortungsvollen Spaziergang wie eine gute Leinenführung.
Ein aufmerksamer Blick auf die Umgebung gehört deshalb genauso zu einem verantwortungsvollen Spaziergang wie eine gute Leinenführung.
Denn unsere Hunde sollen die Natur genießen können – und wir möchten sie dabei bestmöglich schützen.
Hundeschule Anja Graap
You'll never walk alone. 🐾

